Montag, 24. Juli 2017

Schmetterlingsmagnet im Juli

Letzte Woche hatte ich mich gefragt, wo denn die Schmetterlinge im Garten sind, denn nicht mal am sonst heißgeliebten Sommerflieder war das Getümmel zu erkennen.  Das Tagpfauenauge war neben Distelfalter, Admiral und Kleinen Fuchs  der häufigste Gast im alten Garten. Die Sonnenhüte waren voll davon, auch die Margeriten und ganz neidisch schaute ich immer zu den Agastachen im Nachbargarten.
Jetzt habe ich auch einen Garten voller, sogar selbst gezogener Agastachen, aber auch da tummelt sich nichts und die Blüten des Oregano werden kaum besucht.


Admiral an Witwenblume Knautia macedonica


Das Problem der zu wenig vorhandenen Raupen-Futterpflanzen und des zu häufigen Mähen der Wiesen ist mir natürlich bewusst. Dass es gerade hier so sein soll, verstehe ich nicht. Sogar mein Nachbargarten hat riesige Brennnesseln, viele verwilderte Ecken, aber ohne jegliche Raupe.
Wo sollen sie auch herkommen, wenn kaum Tagpfauenaugen fliegen....ein Kreislauf.
Hier mal der seltene Gast...



Aber es gibt ja auch die Wanderfalter, wie den Distelfalter. Er schien zwar nach Freiberg 'gewandert' zu sein, aber den Weg hierher scheint er nicht geschafft zu haben. Im Aromagarten Erlangen war er aber sehr häufig zu sehen gewesen. Meine vielen Disteln im Garten dienen dann wenigstens den Wildbienen als Nektar.

Trotzdem war eine ganz andere Blüte hier der Schmetterlingsmagnet Nr. 1. , die eigentlich zweijährig ist, aber von der ich ganz viele Ableger aus dem alten Garten mitgenommen hatte.
Die Kronen-Lichtnelke, die im Beet an der Terrasse blüht. Ihre tiefen Trichterblüten scheinen wie für die Schmetterlinge gemacht zu sein. Ganz seltener Gast....der Schwalbenschwanz.

Schwalbenschwanz an Kronen-Lichtnelke

Schwalbenschwänze benötigen Dill, Fenchel, Petersilie oder ähnliche Doldenblüter als Raupen-Futterpflanze. Wie viele Pflanzen so eine Schwalbenschwanzraupe vertilgt, könnt ihr gerade bei Miuh auf dem Blog verfolgen...:-)
Bei mir gibt es Fenchel und ganz viele Wilde Möhren im Garten.

Bevorzugt angeflogen werden offenbar violette (besser noch einheimische) Blüten...siehe Schwalbenschwanz am Blaukissen.

Viel häufiger war der Zitronenfalter an den Kronen-Lichtnelken zu finden.


Ungefähr in der Mitte und damit gegenüber dem Schmetterlingsbeet befindet sich das sonnige Terrassenbeet mit Margeriten, Ehrenpreis und Kronen-Lichtnelken.







Fast schien dieses Beet eher den Namen Schmetterlingsbeet verdient zu haben....

Ochsenauge an der Margerite



Manchmal genügt aber auch schon ein Wiesenblumenstrauß mit heimischen Wildblumenblüten. Die sind um einiges beliebter bei den Faltern.

Tagpfauenauge an Wiesenskabiose




Welchen seltenen Falter hatte ich wohl hier zu Besuch?

Nachtrag
Ich habe es doch noch herausgefunden
Es ist der Mauerfuchs


Mauerfuchs am Sommerflieder


Für alle, die erst seit dem fränkischen Garten bei  mir lesen und mehr über den Blognamen erfahren möchten, klickt einfach mal 'About'....:-)


Donnerstag, 20. Juli 2017

Schmetterlingswiese Fränkische Schweiz

Im Garten entsteht gerade eine Kräuterspirale. Bisher hatte ich nie Platz für so ein Teil, obwohl ich ja Steine mehr als genug zur Verfügung hatte. Die dunkleren Gneissteine gefielen mir aber auch nicht so gut, wie die hellen Kalksteine, die es in der fränkischen Gegend gibt. 
Im Gartenboden hier lagern sie leider nur in Mini-Format. Für große Steine müssen wir das Auto nehmen und zu einem Steinbruch in der Fränkischen Schweiz fahren. Dort sind die Steine dann gleich noch mit Muster aus alten versteinerten Schnecken, also Ammoniten,  versehen.....
Spiralen für die Spirale. 





Oberhalb dieses Steinbruchs gibt es einen Acker am Waldrand und daneben eine Schmetterlingsblumenwiese.
Und hier möchte ich extra mal betonen...

....nicht nur Nektarpflanzen, auch Raupen-Futterpflanzen finden sich dort in großer Anzahl. Nur den Fotoapparat hatte ich mal wieder zu Hause vergessen.



Egal....während die Männer also nach Fossilien des Urmeers in den Steinen suchten, 
rannte ich (mal wieder) Schmetterlingen hinterher. 

Vielleicht seht ihr es ja auch...in der Wiese oben leuchtet es Gelb und das gehört zum gewöhnlichen Hornklee, der die wichtigste Raupennahrung für den Gemeinen Bläuling (Polyommatus icarus) bietet. Ebenso Rotklee, der in großen Mengen vorhanden war. 
Einem Bläuling  bin ich zwar nicht begegnet, dafür aber.....



....winzig klein auf der Kamille einem Braunen Waldvogel. der sich komischerweise auch Schornsteinfeger nennt. Denn er ist Braun und nicht Schwarz.
Die Falter saugen gerne an Blüten der Kratzdistel, Wald-Witwenblume, Brombeerblüten, Dost oder Bärenklau. Die Raupen ernähren sich überwiegend von Gräsern aller Art, so dass der Schornsteinfeger recht häufig vorkommt. In den Gärten wird man ihn wohl weniger antreffen, da der Englische Rasen doch sehr beliebt ist. Es gibt allerdings auch hübsche Gräser für den Herbstgarten, die man ja erst im folgenden Frühjahr schneidet. Das wäre dann sicher gut für diesen Falter.

Ja....dann habe ich ihn auch schon an seinen Lieblingsblüten erwischt....an der Acker-Kratzdistel. 




Als nächstes stellt sich der Dickkopffalter ein. Eine häufige Art ist der Schwarzköpfige Dickkopffalter (Thymelicus linoeola), der sich mit vielen Blüten zufrieden gibt. Gerne mag er die Acker-Witwenblume, Hornklee. Auch hier benötigen die Raupen Gräser zum Futtern.

Dickkopffalter an der Luzerne



Es wird also ganz deutlich, dass man die Falter fördern kann, wenn Gräser vom Sommer (Eiablage) bis zum nächsten Frühjahr nicht gemäht werden und an blütenreiche Flächen angrenzen.

Das Waldvögelchen schwärmt gerne zusammen mit dem Ochsenauge herum. Das konnte ich hier auch beobachten. An den Skabiosen-Flockenblumen ließ es sich ganz oft nieder.




Überhaupt...die ganze Wiese war voller Flockenblumen...ein faszinierender Anblick. Ich musste dann doch gleich mal Samen einkassieren, denn einige der Blüten waren schon verblüht.


Sehr oft habe ich diesen Sommer schon den Schachbrettfalter (Melanargia galanthea) entdecken können. Das ist sehr erfreulich.




Die Schachbrettfalter lieben Skabiosen, Flockenblumen und Disteln. Kein Wunder also....

Sehr interessant ist hier die Eiablage. Die Schmetterlingsweibchen lassen die Eier über den Wiesen ungezielt fallen. Die Eier sind besonders groß, da die vor dem Winter geschlüpften Raupen ohne Nährstoffaufnahme überwintern.  Die Raupen benötigen verschiedene Gräser während ihrer Entwicklung und wechseln zwischendurch sogar den Standort.

Disteln gibt es dort reichlich in allen Größen.





Zum Abschluss noch eine lila blühende Steinbruchpflanze...ähnelt etwas dem Wilden Thymian ???

Nachtrag:
Dank meiner kräuterkundigen Anne aus Dresden wurde hier der 
erkannt. 





Die roten Widderchen gab es auch in der Wiese, aber sie wollten sich gar nicht setzen, also leider ohne Foto.....nur der Vollständigkeit halber soll es hier erwähnt werden.

******

Ich verlinke ab sofort eine Seite in der Leiste rechts, die hilft, Unkräuter zu erkennen.
Damit kann man überlegen, welche Raupenfutterpflanzen oder Nektarpflanzen man vielleicht im Garten in wilden Ecken stehen lassen kann.


Naturdonnertag bei Ghislana/ Jahreszeitenbriefe 

Dienstag, 18. Juli 2017

100 kreative Gartenprojekte von Malena Skote


Bei der großen Trockenheit im Juni hatte ich oft ein schlechtes Gewissen, dass ich meine Pflanzen immer mit Trinkwasser gieße. Besser wäre, wenn man das Wasser, das in der Fränkischen Wüste nur spärlich vom Himmel kommt, wenigstens auch auffangen könnte. Nur, die Kunststoff-Regentonnen der Baumärkte finde ich alle ziemlich grässlich und nicht tauglich, um sie hier, für alle sichtbar an der Terrasse aufzustellen.

Eine andere Möglichkeit wäre, einen Wünschelrutengänger zu engagieren und eine Wasserader für einem Brunnen zu finden....gibt es ja wirklich, solche begabten Menschen ...:-) Aber die sind immer ausgebucht.

Dann fiel mir ein Buch in meinem Bücherschrank ins Auge.

100 kreative Gartenprojekte....war da nicht auch was mit Regentonnen drin?



Schnell durchgeblättert und tatsächlich fand sich dort eine Bauanleitung zur Verkleidung häßlicher Plastiktonnen. 
Die dürfte nun sogar Blau oder Grün sein. Hinter dem Holzkleid versteckt, könnte sie die perfekte Schwester des Mini-Fassteichs werden.



Für die Umrandung braucht es nur wenige Materialien und ein bisschen Lust auf DIY-Projekte.

So sind alle Projekte im Buch auch einfach und schnell durchführbar ohne dass man die Maurer- oder Schreinerlehre besucht hat.
Die schwedische Autorin, Malena Skote, ist von Beruf Architektin und verwendet viele preiswerte Materialien ihrer Branche, wie Lochbänder, Bewehrungsmatten oder Bewehrungseisen. Es gibt aber auch etliche Projekte aus Holz oder Weidenruten.

Schnell gemacht sind die Nisthilfen für Wildbienen und auch an die Hummeln wird gedacht. Weniger gut ist nur, dass unten Links die Bohrlöcher ins Stirnholz gebohrt werden. Das führt schnell zu Rissen im Stamm. Damit kann Feuchtigkeit eindringen und Fäulnis ins Innere der Röhren dringen.

Eine Seite weiter gibt es sogar eine Bauanleitung für einen Schmetterlingskasten.



In meiner Lieblings-Staudengärtnerei gibt es eine große Auswahl an (sehr teuren) ehemaligen Futtertrögen der fränkischen Bauern. Wunderschön aus Sandstein und ideal zum Bepflanzen für Semperviven.

Kann man aber fast genau so auch selber machen....:-)

Hypertufa heißt das Zauberwort und das Rezept dazu gibt es im Buch. Das Ergebnis der DIY Tröge ähnelt absolut dem porigen, löcherigen Kalkstein. Muss ich unbedingt ausprobieren.....




Braucht die eine oder andere Kletterpflanze noch ein Rankgerüst, und hat man vielleicht auch noch so riesige Haselbüsche im Garten, wie ich hier, die dringend mal geschnitten werden müssen, dann schnell ans Werk. Als Rankleiter oder Obelisk sind die biegsamen Ruten eine ansehnliche Lösung.




Im Buch findet ihr außerdem Sichtschutzelemente, Pergolas, Mosaikgestaltung, Bemaltes und sogar Gehäkeltes. Auch die Vögel im Winter kommen nicht zu kurz.

Die meisten Fotos stammen von Malena Skote selbst und als Architektin hat sie auch ihre zeichnerischen Fähigkeiten mit eingebracht.

Ich werde dieses Buch sicher noch öfters zur Hand nehmen. Es ist nicht nur ein Anleitungsbuch sondern vor allem auch ein Buch, in dem man sich Anregungen für den eigenen Garten holen kann.


Vor zwei Jahren hatte ich das Buch  auf der Leipziger Buchmesse am Stand des LV-Verlags entdeckt. Beim durchblättern gefiel es mir so gut, dass ich mir vorgenommen hatte, es als Rezensionsexemplar zu bestellen. 
Vielen Dank an Buchkontakt für das Zusenden dieses kreativen Gartenbuchs.

100 kreative Gartenprojekte von Malena Skote
Einfache Projekte von Hochbeet bis Herbstkranz

Landwirtschaftsverlag

Hardcover, 19, 95 EUR

ISBN 9783-3-7843-5351-7



Montag, 17. Juli 2017

Wo sind die Schmetterlinge

Fast ein Jahr ist es nun schon wieder her, seit ich hier das erste mal den Spaten geschnappt habe und das erste Stück Wiese für ein neues Schmetterlingsbeet entfernt habe. Erst nur mit den Ablegern aus dem alten Garten bestückt. Ein selber gezogener Sommerflieder, Stockrosen, Kugeldistel, Spornblumen, Purpur-Sonnenhüte und ein rotblättriger Salbei.

Im Frühjahr war ich erstmal froh, dass alles überlebt hat, obwohl ich den Purpur-Salbei schon fast entsorgt hätte, weil er lange Zeit nur als Gerippe dastand. Inzwischen hat er sich sogar verdoppelt. 
In den Saatschalen tummelten sich Agastachen und Malven in allen Varianten.



Aber ich war wirklich ungeduldig und wollte, dass es dort unbedingt dieses Jahr noch genau so blüht, wie im alten Garten. Wie das Schmetterlingsbeet aussehen sollte, hatte ich schon längst im Kopf, also blieb nur noch der Gang zur Lieblings-Staudengärtnerei und das natürlich nicht nur einmal...:-)
Jetzt sitze ich schon fast (denn ganz ist man ja nie) zufrieden auf der Terrasse und habe dann den Blick auf das sonnige Beet....nur wo sind die Schmetterlinge?



Mit den Pflanzen, die ich so ähnlich auch in Freiberg gepflanzt hatte, müsste es hier bei den vielen heißen Tagen, die der Sommer schon gebracht hat, eigentlich nur so wimmeln von Schmetterlingen.
Ich bin natürlich begeistert, dass es zahlreiche Bienen und Hummeln in den Garten geschafft haben. Nun hoffe ich nur, dass es die Falter auch irgendwann in größerer Zahl schaffen.

Links ein Zitronenfalter an der Hohen Katzenminze und rechts am neu erworbenen Sommerflieder.



Ein Rotbraunes Ochsenauge sitzt auf den nicht blühenden Ablegern der rosa Flockenblume/ Centaurea dealbata



Der folgende Blick ist auf den rechten Teil des Beetes gerichtet aus Richtung Süden. 

Zu sehen sind hier im Moment die zwei verschiedenen Monarden, Schafgarbe, Tauben-Skabiose, Salvia nemorosa , Trommelstocklauch, Phlox und Hohe Katzenminze. Auf die speziellen Sorten gehe ich heute mal nicht ein, sonst wird es zu viel.





Hier das ganze Beet im Vordergrund mit Muskateller-Salbei, Prachtscharten, die ich für 0,99 Cent die Tüte  im Frühjahr erstanden hatte.
Die Sonnenhüte blühen seit letzter Woche und die Agastachen sind richtige Turbo-Pflanzen, allerdings noch nicht meine selber gezogenen.







Endlich gibt es nun auch die tollen, über den Beeten schwebenden Blüten des Argentinischen Eisenkrauts, Verbena bonariensis.




Lavendel zog erst vor kurzem ein und ebenfalls ein Kaukasus-Gamander. Inzwischen gibt es kaum noch Lücken im Beet. 


Es gab allerdings manchmal besonderen Besuch und der war gar nicht im Schmetterlingsbeet zu finden. Als ich die Kiesfläche für den Mini-Teich fertig hatte, leckte natürlich das Weinfass. Die oberen Latten hatten kleine Lücken und bis ich den Wasserhahn zudrehen konnte, waren schon einige Liter im Kies verschwunden. Und plötzlich saß da etwas schwarzes.....ich hielt den Atem an, schnappte hektisch den Fotoapparat, aber er hatte es gar nicht eilig.

Ein durstiger Großer Schillerfalter.....


Erst nur schwarz mit dem weißen Muster, aber wenn er sich in die Sonne dreht, fängt er ganz wunderbar an, Blau zu schimmern. Ganz anders dagegen die Unterseiten in Braun.

2011 war er der Schmetterling des Jahres und ich habe ihn noch nie vorher gesehen. Er lebt gerne in naturnahen Mischwäldern und die Sal-Weide ist die Raupen-Futterpflanze. Davon gibt es in der Nähe einige. Er gehört zu den wenigen Faltern, die sich nicht vom Blütennektar ernähren. Also verständlich, dass er meine Schmetterlingsblüten nicht besucht hat. Wer sich dafür interessiert, was er mag, kann es hier nachlesen. Aber nicht erschrecken......er ist kein Vegetarier.

Der folgende Falter setzte sich abends auf den Wäscheständer und schien erstmal keine Blüten zu mögen. Ich nehme an, das ist ein Nachtfalter, aber ich kenne ihn nicht.
Ihr vielleicht?

Nachtrag:
Eva hat ihn herausgefunden...es ist ein Malven-Dickkopffalter und damit gar kein Nachtfalter.

Arten-Porträt auf www. schmetterling-raupe.de




Das nächste mal dann mehr über die Schmetterlingsbesuche im Garten.


Donnerstag, 13. Juli 2017

Unterwegs zur Schönsteinhöhle - Fränkische Schweiz

Heute nehme ich euch mit auf eine Wanderung durch die Fränkische Schweiz, die bei uns schon fast Tradition hat. Es ist eine Runde, die man auch mit Kindern gut erwandern kann, denn gerade unser Jüngster ist vom Wandern nicht übermäßig angetan. Viel lieber fährt er mit dem Fahrrad....dann ist man ja auch viel schneller am Ziel. Meistens jedenfalls.
Diese Wanderung zur Schönsteinhöhle kennen wir also schon, seit der Große Sohn ganz klein war. Immer mit Taschenlampe ausgerüstet, denn das Ziel ist eine Höhle, in die man sich hineinzwängen muss, um dann in totaler Finsternis zu stehen. Wunderbar an heißen Tagen, wie Anfang Juli, wandert man hier zunächst ein Tal bergauf. Natürlich muss ich wieder an jeder Blume stehenbleiben und staunen, denn das hat man ja nicht alle Tage.


Es finden sich viele Waldglockenblumen am Wegesrand. Rechts daneben auf dem Foto, das wird eine Kratzdistell sein, wie ich bei Eva gelernt habe. Dahinter ein Wald-Ziest. Auch Johanniskraut scheint im Wald zu blühen, wenn genügend Sonne da ist.


Die Fränkische Schweiz ist Höhlengegend und damit auch Heimat vieler Fledermausarten. Zu ihrem Schutz sind die Höhlen während der Wintermonate tabu, um die Tiere nicht zu stören. Im Wald findet man einige Fledermauskästen an den Bäumen, die wirklich sehr hoch angebracht sind.


Bei der nächsten Pflanze vermute ich mal einen Braunelle...


Lieblingsbeschäftigung.....Wanderstock schnitzen. Für mich gab es auch einen für das Klettern entlang der Felsen.
Die Tiere auf der Schautafel gibt es tatsächlich in den Höhlen. Die Spinnen waren über meinem Kopf....zum Glück bin ich inzwischen aufgrund von Indien- und Nepalerfahrung abgehärtet.....:-))






Zunächst kann man die Brunnsteinhöhle ganz bequem besichtigen.



Etwas schwieriger wird es bei der Schönsteinhöhle. Die mutigen Männer stiegen in den Felsen ein......


....während ich lieber etwas nervös draußen herum stehe und hoffe, das nichts passiert, die Taschenlampe den Geist nicht aufgibt oder ähnliches, denn die Schönsteinhöhle hat ein verzweigtes Labyrinth und es kann auch abwärts gehen....und ein Helm auf dem Kopf wäre auch nicht schlecht.

Dabei fielen mir die stattlichen alten Bäume vor dem Eingang auf und so entstand das Wald-Mandala auf dem Felsvorsprung.
Faszinierend, wie sich riesige Bäume am Felsen mit ihren Wurzeln festkrallen und nicht umfallen.




Nach der Schönsteinhöhle beeindruckt der Schwingbogen, ein begehbares Felstor. Am Wanderschild sieht man, dass hier schon seit sehr langer Zeit gewandert wird.







Das schöne an der Fränkischen Schweiz ist, dass nach einer schattigen Waldwanderung der Blick frei wird auf Wiesen und Wälder und kleine Dörfer der Jura-Höhen, bis wieder das nächste Waldstück kommt. Die Orte jenseits des Wiesentals liegen auf einer Hochebene, wo lange Zeit Landwirtschaft betrieben worden ist. Auf oft winzigen, steinigen Feldern. Idyllische Fränkische Bergdörfer, wie Neudorf, dass wir anschließend erreichen.

Davor kam aber leider eine Blumenwiese.....die mich schon wieder aufgehalten hat. Während die Männer schon die Speisekarte in der Gastwirtschaft studierten, rannte ich dem Schachbrettfalter  auf der Acker-Witwenblume hinterher....:-)





Wilder Oregano und Wegwarte, natürlich am Wegesrand.....



Und dann ein seltsamer Käfer auf dem Wiesenbärenklau. Fast könnte man denken, er jagt die anderen Käfer. War das ein Gewimmel.  Ein Gefleckter Schmalbock und ein zweiter huscht gerade davon.
Den Käfer habe ich zufällig bei Edith/Naturwanderin entdeckt.





Gemütliche Pause draußen vor dem Gasthof Polster in Neudorf. Dort gibt es alles vom eigenen Hof...
Das Bergdorf auf der Jura-Höhe ist über 750 Jahre alt und besteht nur aus wenigen Bauernhäusern.



Nach dem Ort kurze Lagebesprechung....


noch mal Wiesenblumen geschaut.....Königskerzen, 


Wiesensalbei und Skabiosen-Flockenblume


Dickkopffalter an Karthäusernelke



.....und dann wieder eingetaucht in den schattigen Wald,
bergab den Rundwanderweg 'Langes Tal' zurück zum Wanderparkplatz von Muggendorf.


Weil ich gar keine so sensationellen Fotos erwartet hatte und zu faul war, die schwere Kamera mitzunehmen, sind es leider nur Handyfotos geworden, aber trotzdem eine schöne Erinnerung.


Naturdonnerstag bei Ghislana/ Jahreszeitenbriefe